Die Herkunft des Absatzes ist ungewiss; es gibt jedoch verschiedene Theorien. In Europa tauchte der Absatz erstmals im 16. Jahrhundert auf und war bis zur Französischen Revolution, die die Absätze wieder abschaffte, ein Zeichen von Wohlstand und Adel. Das hing unter anderem mit dem Besitz eines Reitpferdes zusammen, was bereits von Wohlstand zeugte und welches sich mit absatzbewehrten Stiefeln in den Steigbügeln besser reiten ließ. Vor allem die damals oft aus kostbaren Stoffen gefertigten Schuhschäfte der Privilegierten profitierten vom Schutz des Schaftes auf Grund der Erhöhung durch den Absatz. Im beginnenden 19. Jahrhundert kam der Absatz dann langsam wieder in Mode.

Die Funktion des Absatzes ist in erster Linie eine Erleichterung des Abrollens bei der Trittabwicklung, eine Entlastung des Fußlängsgewölbes und – bei höheren Absätzen von Frauenschuhen – eine erotisierende Veränderung der Körperhaltung (Betonung der Brust und des Gesäßes) und des Gangs. Des Weiteren bietet der Absatz eine Erhöhung des Schuhschafts im Bereich des Auftrittspunktes, wodurch der Schaft geschützter ist und sauberer bleibt, so dass nur der Schuhboden einer stärkeren Verschmutzung und damit auch einer größeren Belastung ausgesetzt ist.

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Schuhe mit Absatz